Spezialseminare

Betriebe ohne Tarifvertragsbindung
Handlungsspielräume des Betriebsrats

Das Seminar richtet sich an Betriebe, deren Arbeitgeber aus dem Tarif ausgestiegen sind oder an Betriebe, die niemals eine Tarifbindung hatten. Nach diesem Seminar wissen Sie, welche Einflussmöglichkeiten der Betriebsrat auf Arbeitszeit, Entgeltgestaltung und andere Arbeitsbedingungen hat. Die Tarifgebundenheit endet frühestens mit dem Ende der Laufzeit des Tarifvertrages, bei Mantel- oder Rahmentarifverträgen regelmäßig nach 5 bis 10 Jahren. Nur nach genauer Prüfung der rechtlichen und tatsächlichen Gegebenheiten kann beurteilt werden, welche Folgen der Tarifausstieg haben wird.

  • Keine Tarifbindung? So wirken sich Tarifverträge auf tariflose Betriebe aus
    • Unterschiede zwischen tarifgebundenen und nichttarifgebundenen Betrieben
    • Folgen einer Einbeziehung von Tarifverträgen
    • Vorrang von Tarifvertrag und tarifüblichen Regelungen
  • Reichweite der Mitbestimmungsrechte des BR im nicht tarifgebundenen Betrieb
    • Übersicht über die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
    • Gestaltungsmöglichkeiten bei Arbeitszeit und Lohn
    • Arbeitsverträge und Abweichungen im Einzelfall
    • Wichtige Gestaltungsinstrumente: Betriebsvereinbarung und Regelungsabrede
    • Übernahme von Tarifverträgen durch Betriebsvereinbarung
    • Sperrwirkung des Tarifvertrags
  • Besonderheiten der Entgeltgestaltung in Betrieben ohne Tarifvertrag
  • Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Lohngestaltung
    • Lohn- und Gehaltsregelungen im Arbeitsvertrag und in Betriebsvereinbarungen
    • Günstigkeitsprinzip, Gleichbehandlungsgrundsatz und betriebliche Übung beim Lohn
    • (Un)zulässigkeit einer Entgeltreduzierung durch Änderungskündigung und nachteiliger
    • Entgeltbetriebsvereinbarungen
  • Innerbetriebliche Lohn- und Gehaltsgruppierungen
    • Aufstellung eines (detaillierten) Entgeltsystems
    • Bestimmung von Entlohnungsgruppen und von Kriterien für die Entlohnungsgruppen
    • Weitere Vergütungskomponenten
    • Vergütungsanpassung bei Tariflohnerhöhung, Untergrenzen beim Entgelt, Mindestlöhne, Eingruppierung und Umgruppierung
    • Informationsanspruch des Betriebsrats
  • Rechtsfolgen bei Verletzung von Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats
    • Unwirksamkeit individualrechtlicher Maßnahmen des Arbeitgebers
    • Antrag auf Unterlassung mitbestimmungswidriger Maßnahmen
    • Einstweilige Verfügung
    • Anrufung der Einigungsstelle oder des Arbeitsgerichts
    • Streitpunkte und Durchsetzung
  • Erfahrungsberichte
    • Bekanntmachung, Ablauf, Strategien, typische Konflikte, Beteiligung der Belegschaft, Verhandlungserfahrungen bei Haustarifverträgen, Rückkehr in den Tarifverbund

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

1.390,00 € + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

01.01.2018 bis 31.12.2018   Auf Anfrage als Inhouse-Schulung!   Inhouse

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Betriebliche Entgeltgestaltung: Betriebe ohne Tarifvertrag
Entlohnungsgrundsätzen - Einführung und Anwendung von Entlohnungsmethoden

Der Begriff der betrieblichen Lohngestaltung ist weit zu verstehen: Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen und die Einführung und Anwendung von neuen Entlohnungsmethoden sowie deren Änderung. Betriebliche Lohngestaltung ist die Festlegung kollektiver, abstrakter Regelungen, nach denen die Entlohnung im Betrieb vorgenommen werden soll. Es geht um die Strukturformen des Entgelts (Arbeitsentgelt) einschließlich ihrer näheren Vollziehungsformen (betriebliche Lohngerechtigkeit), nicht aber unmittelbar um die Lohnhöhe. Der Gesetzgeber hat in dem Bereich der betrieblichen Lohngestaltung ein möglichst umfassendes Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates geregelt. Fragen der betrieblichen Lohngestaltung unterliegen dem erzwingbaren Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats in sozialen Angelegenheiten, soweit die Angelegenheit nicht durch Tarifvertrag geregelt ist(§ 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG).

  • Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Lohngestaltung
    • Lohn- und Gehaltsregelungen im Arbeitsvertrag und in Betriebsvereinbarungen
    • Günstigkeitsprinzip
    • Gleichbehandlungsgrundsatz und betriebliche Übung beim Lohn
    • (Un)zulässigkeit einer Entgeltreduzierung durch Änderungskündigung und nachteiliger Entgeltbetriebsvereinbarungen
  • Besonderheiten der Entgeltgestaltung in Betrieben ohne Tarifvertrag
    • Innerbetriebliche Lohn- und Gehaltsgruppierungen
      • Aufstellung eines (detaillierten) Entgeltsystems
      • Bestimmung von Entlohnungsgruppen
      • Bestimmung von Kriterien für die Entlohnungsgruppen, Untergruppen bei Erfahrungsaufbau, Teilerfüllung
      • Auszubildende, Praktikanten und andere befristet Beschäftigte
      • Weitere Vergütungskomponenten
      • Informationsanspruch des Betriebsrats 
      • Einführung und Umsetzung von Arbeitsplatzbeschreibungen und Tätigkeitsbeschreibungen
    • Vergütungsanpassung bei Tariflohnerhöhung
    • Untergrenzen beim Entgelt,  Mindestlöhne
    • Eingruppierung und Umgruppierung
  • Mitbestimmung des Betriebsrats bei der Lohngestaltung
    • Wortlaut des Gesetzes 
      • § 87 Mitbestimmungsrechte, Inhalt der Mitbestimmung, Initiativrecht des Betriebsrates
    • Entlohnungsgrundsatz, Zeitlohn, Leistungslohn
    • Änderung von Entlohnungsmethoden
    • Freiwillige oder zusätzliche Leistungen
    • Leistungsabhängige Entgeltformen
    • Auszüge der Rechtsprechung zum Thema „betriebliche Lohngestaltung“
      • Vielzahl von "individuelle" Vereinbarungen über eine bestimmte Vergütung
      • Widerrufsvorbehalt
      • Freiwilligkeitsvorbehalt
      • Zulässigkeitsvoraussetzungen
      • Widerruf von Zielvereinbarungen - Zulässigkeitsvoraussetzungen
      • Stichtagsregelun
      • Rückzahlungsklausel / Entgelt
      • Rückzahlungsklausel / Zielboni
      • Unbillige Zielfestsetzung
      • Bezugnahmeklausel - Kündigung des Anerkennungstarifvertrags lässt
      • Gehaltserhöhungen entfallen
  • Rechtsfolgen bei Verletzung von Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats
    • Unwirksamkeit individualrechtlicher Maßnahmen des Arbeitgebers
    • Antrag auf Unterlassung mitbestimmungswidriger Maßnahmen
    • Einstweilige Verfügung 
    • Anrufung der Einigungsstelle oder des Arbeitsgerichts
    • Streitpunkte und Durchsetzung
  • Umsetzung in der Praxis

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

1.390 € + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

01.01.2018 bis 31.12.2018   Auf Anfrage als Inhouse-Schulung!    Inhouse
12.11.2018 bis 14.11.2018      Hamburg
12.11.2018 bis 14.11.2018      Berlin

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Schicht- und Dienstplangestaltung

Nach § 6 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz sind die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit anzuwenden. Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht stellt sich die gängige Praxis der Dauernachtarbeit von Pflegekräften in Krankenhäusern als besonders problematisch dar. Dienstpläne sind in vielen Betrieben und Dienststellen eine wichtige Grundlage der Arbeit und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind Beson-derheiten zu berücksichtigen, die für andere Branchen und Betriebe nicht zutreffen. Um diese Besonderheiten geht es in diesem Seminar. Dabei werden die aktuellen Urteile und Kommentare zum ArbZG berücksichtigt und deren Anwendung auf die Dienstplanung dargestellt. Die betriebliche Umsetzung steht bei diesem Seminar im Mittelpunkt. Neben der Vermittlung von Grundlagen werden auch praktische Übungen zur Umsetzung der Vorschriften durchgeführt.

Krankenhäuser und Kliniken

  • Gesetze/Tarifverträge als Grundlage
  • Dienstvereinbarungen/ Betriebsvereinbarungen
    • Grundsätze
    • Beispiele
    • Studien
  • Interessen der Beschäftigten
  • Rahmenbedingungen
    • Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen zur Gestaltung von
      Nacht- und Schichtarbeit
    • Ermittlung des Personalbedarfs
  • Mitbestimmung des Betriebsrates
  • Arbeitszeitregelungen
    • Anzahl der Arbeitstage, Dauer der täglichen Arbeitszeit, Ruhezeiten
    • Beginn und Ende der Arbeitszeit, Schichten
    • Wege-, Übergabe- und Pausenzeiten
    • Rufbereitschaft
    • Schichtplanmodelle
    • Überstunden/MehrarbeitAusfalls- und Fehlzeiten
  • Aktuelle Rechtsprechung

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

999 € + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

02.01.2018 bis 31.12.2018   Auf Anfrage als Inhouse-Schulung!    Inhouse

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Betriebsratsarbeit in Internationalen Konzernen

Betriebsräte in internationalen Unternehmen stehen vor besonderen Herausforderungen. Die Geschäftsleitung verschanzt sich hinter Konzernvorgaben. Der Ansprechpartner im Ausland ist schwer greifbar. Mit welcher Strategie können Sie dieser Situation begegnen?

  • Grundlagen der Betriebsrat-Beziehungen zum Arbeitgeber
    • Unterschiede in der BR-Arbeit lokale Unternehmen / globale Unternehmen
    • BR-Kommunikation/Sprache/Unternehmenssprache
    • Strukturprinzipien (z. B. Matrix)
    • Deutsche Gesetze oder Vorgaben der ausländischen Mutter
  • Hervorgehobene Besonderheiten der Zusammenarbeit
    • „Fremdsteuerung“: Entscheidungsbefugnis der Geschäftsleitung vor Ort?
    • Umgang mit Unternehmensrichtlinien, Compliance und Co.
  • Strategien des Betriebsrates
    • Notwendige Schritte und Handlungsoptionen
    • Nutzung globaler Ansätze
    • Rechtliche und taktische Ansprechpartner
    • Stakeholder – Analyse
    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Interkulturelle Kommunikation
    • Praktische Erfahrungen anderer Betriebsräte

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

€ 1.480,00 + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

01.01.2018 bis 31.12.2018   Auf Anfrage als Inhouse-Schulung   Inhouse

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