Spezialseminare

Schicht- und Dienstplangestaltung

Nach § 6 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz sind die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit anzuwenden. Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht stellt sich die gängige Praxis der Dauernachtarbeit von Pflegekräften in Krankenhäusern als besonders problematisch dar. Dienstpläne sind in vielen Betrieben und Dienststellen eine wichtige Grundlage der Arbeit und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind Beson-derheiten zu berücksichtigen, die für andere Branchen und Betriebe nicht zutreffen. Um diese Besonderheiten geht es in diesem Seminar. Dabei werden die aktuellen Urteile und Kommentare zum ArbZG berücksichtigt und deren Anwendung auf die Dienstplanung dargestellt. Die betriebliche Umsetzung steht bei diesem Seminar im Mittelpunkt. Neben der Vermittlung von Grundlagen werden auch praktische Übungen zur Umsetzung der Vorschriften durchgeführt.

Krankenhäuser und Kliniken

  • Gesetze/Tarifverträge als Grundlage
  • Dienstvereinbarungen/ Betriebsvereinbarungen
    • Grundsätze
    • Beispiele
    • Studien
  • Interessen der Beschäftigten
  • Rahmenbedingungen
    • Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen zur Gestaltung von
      Nacht- und Schichtarbeit
    • Ermittlung des Personalbedarfs
  • Mitbestimmung des Betriebsrates
  • Arbeitszeitregelungen
    • Anzahl der Arbeitstage, Dauer der täglichen Arbeitszeit, Ruhezeiten
    • Beginn und Ende der Arbeitszeit, Schichten
    • Wege-, Übergabe- und Pausenzeiten
    • Rufbereitschaft
    • Schichtplanmodelle
    • Überstunden/MehrarbeitAusfalls- und Fehlzeiten
  • Aktuelle Rechtsprechung

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

999 € + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

02.01.2017 bis 31.12.2017   Auf Anfrage als Inhouse-Schulung!    Inhouse

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Betriebe ohne Tarifvertragsbindung
Handlungsspielräume des Betriebsrats

Das Seminar richtet sich an Betriebe, deren Arbeitgeber aus dem Tarif ausgestiegen sind oder an Beitriebe, die niemals eine Tarifbindung hatten. Nach diesem Seminar wissen Sie, welche Einflussmöglichkeiten der Betriebsrat auf Arbeitszeit, Entgeltgestaltung und andere Arbeitsbedingungen hat. Die Tarifgebundenheit endet frühestens mit dem Ende der Laufzeit des Tarifvertrages, bei Mantel- oder Rahmentarifverträgen regelmäßig nach 5 bis 10 Jahren. Nur nach genauer Prüfung der rechtlichen und tatsächlichen Gegebenheiten kann beurteilt werden, welche Folgen der Tarifausstieg haben wird.

  • Keine Tarifbindung? So wirken sich Tarifverträge auf tariflose Betriebe aus
    • Unterschiede zwischen tarifgebundenen und nichttarifgebundenen Betrieben
    • Folgen einer Einbeziehung von Tarifverträgen
    • Vorrang von Tarifvertrag und tarifüblichen Regelungen
  • Reichweite der Mitbestimmungsrechte des BR im nicht tarifgebundenen Betrieb
    • Übersicht über die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
    • Gestaltungsmöglichkeiten bei Arbeitszeit und Lohn
    • Arbeitsverträge und Abweichungen im Einzelfall
    • Wichtige Gestaltungsinstrumente: Betriebsvereinbarung und Regelungsabrede
    • Übernahme von Tarifverträgen durch Betriebsvereinbarung
    • Sperrwirkung des Tarifvertrags
  • Besonderheiten der Entgeltgestaltung in Betrieben ohne Tarifvertrag
  • Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Lohngestaltung
    • Lohn- und Gehaltsregelungen im Arbeitsvertrag und in Betriebsvereinbarungen
    • Günstigkeitsprinzip, Gleichbehandlungsgrundsatz und betriebliche Übung beim Lohn
    • (Un)zulässigkeit einer Entgeltreduzierung durch Änderungskündigung und nachteiliger
    • Entgeltbetriebsvereinbarungen
  • Innerbetriebliche Lohn- und Gehaltsgruppierungen
    • Aufstellung eines (detaillierten) Entgeltsystems
    • Bestimmung von Entlohnungsgruppen und von Kriterien für die Entlohnungsgruppen
    • Weitere Vergütungskomponenten
    • Vergütungsanpassung bei Tariflohnerhöhung, Untergrenzen beim Entgelt, Mindestlöhne, Eingruppierung und Umgruppierung
    • Informationsanspruch des Betriebsrats
  • Rechtsfolgen bei Verletzung von Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats
    • Unwirksamkeit individualrechtlicher Maßnahmen des Arbeitgebers
    • Antrag auf Unterlassung mitbestimmungswidriger Maßnahmen
    • Einstweilige Verfügung
    • Anrufung der Einigungsstelle oder des Arbeitsgerichts
    • Streitpunkte und Durchsetzung
  • Erfahrungsberichte
    • Bekanntmachung, Ablauf, Strategien, typische Konflikte, Beteiligung der Belegschaft, Verhandlungserfahrungen bei Haustarifverträgen, Rückkehr in den Tarifverbund

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

1.090,00 € + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

01.01.2017 bis 31.12.2017   Auf Anfrage als Inhouse-Schulung!   Inhouse
05.06.2017 bis 07.06.2017      Hamburg

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Betriebsratsbüro zum Mitnehmen: Das ganze Büro auf dem USB-Stick
- Protokollführung des Betriebsrates -

Immer das Betriebsratsbüro griffbereit - das geht heute mit portablen Programmen auf dem USB-Stick, Verschlüsselung inklusive. Es gibt viele Gründe, warum die Arbeit als Betriebsrat nicht immer ausschließlich im Betriebsratsbüro geleistet werden kann. Man selbst arbeitet an verschiedenen Orten im Service oder Vertrieb oder der BR-Computer ist gerade belegt. Hat man das BR-Büro auf einem USB-Stick dabei kann man auch fremde Rechner nutzen. Ein mobiles BR-Büro ist vor allem dann nützlich, wenn die Anwendung direkt mit persönlichen Daten verknüpft ist, die man nicht aus der Hand geben darf oder will. Durch dieses Seminar erhalten Sie die Möglichkeit ein mobiles BR-Büro zu nutzen. Praxisnah werden alle einschlägig relevanten Regelungen zum Datenschutz im BR-Büro betrachtet und beachtet. Das mobile BR-Büro und die PC-Infrastruktur müssen rechtssicher im Spannungsverhältnis von erprobten Arbeitsweisen und neuen datenschutzrechtlichen Bestimmungen verbunden sein. Das Seminar verbindet die Möglichkeiten eines mobilen BR-Büros auf einem USB-Stick mit der bestehenden BR-PC-Infrastruktur und rechtssicherer Protokollerstellung.

Das BR-Büro

  • Der Computer im Betriebsratsbüro
    • Zugangsrechte zum System
    • Laufwerke, USB-Stick und Co.
    • Internetnutzung
    • Verbingungsdaten und Datenschutz
    • Virtuelle Postfächer und Laufwerke des Be-triebsrats
    • Email-Verteiler und Email-Nutzung
    • Passwörter für einen gemeinsamen Betriebs-ratsordner
    • Verschlüsselung der Dokumente
  • Die Betriebsratssitzung
    • Allgemeine datenschutzrechtliche Bestim-mungen zur BR-Sitzung
    • Externe/interne Protokollkräfte und Daten-schutz
    • Fragen aus der betrieblichen Praxis der Teil-nehmer
  • Datenschutz im Betriebsratsbüro
  • Was muss wie lange in welcher Form aufbe-wahrt werden?
  • Welche Ablageformen eignen sich (Ordner, Mappen, Loseblattsammlungen etc.)?
  • Verschlüsselungen bei Versand durch E-Mail  mit Hilfe von PGP
  • Verschlüsselung von Dokumenten

Protokollerstellung

  • Textbausteine für Sitzungsniederschriften
    • Entwicklung der Texte für gängige Anträge und Beschlüsse
    • Praktische Tipps zur Protokollführung mit PC
  • Formatvorlagen für Sitzungsniederschriften, Teilnehmerlisten etc.
  • Entwicklung von Formatvorlagen
  • Anleitung zur Erstellung von Formatvorlagen

Das ganze Büro auf dem USB-Stick

  • Systemnutzung
    • Zugangsschutz zum USB-System
    • Portable Programme
    • Bearbeitung und Anpassung der Protokolle
    • Datenabgleich mit dem PC im BR-Büro
  • Datenschutz
    • Regeln des Datenschutzes
    • Verschlüsselung von Laufwerken und Systemen
  • Nutzung im BR-Team, GBR-Team, KBR-Team in getrennten Strukturen
    • Gewährleistung des Personendatenschutzes
    • Aufbau spezifischer USB-Sticks

Referenten:  

Fachreferentin / Fachreferent

Seminargebühr:  

€ 990,00 + MwSt.

Freistellung:  

§ 37 Abs. 6 BetrVG

Termin / Ort:  

06.06.2017 bis 08.06.2017      Hamburg

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